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Tomo 1:
Costa Azahar y Maestrazgo
  Rutas en coche
  Rutas en bicicleta
  Rutas a pie

Tomo 2:
  Costa Daurada, Delta del Ebro y las montañas costeras

Tomo 3:
Tarragona
 

Pedido

RUTA 4:

Muntanyes de Prades und das Kloster Poblet

Vielfältig sind die Möglichkeiten der Anreise zu dieser Tour: von den südlichen Regionen der Costa Daurada her, über Reus und die C-240/ C-37 nach Montblanc. Von Tarragona über die N-240 und Valls, ebenfalls nach Montblanc und schließlich ist von El Vendrell und den nördlichen Stränden die schnelle Anreise über die Autobahn A-2 möglich; Abfahrt ebenfalls Montblanc. In dieser mauerumgürteten Stadt sollte man zumindest eine Kaffeepause einlegen, auch wenn Tour 4 die ausführliche Besichtigung nicht mit einschließt. Vom küstennächsten Ort muß man mit etwa 150 km rechnen.

Kloster Poblet

Tour 4 führt zunächst von Montblanc aus über l'Espluga de Francolí zu einem anderen, nicht minder sehenswerten historischen Gebäudeensemble, zum berühmten Zisterzienserkloster Poblet (Thementeil S. 78), dessen Besichtigung man keinesfalls versäumen sollte. 500 m hoch liegt dieses Kleinod mittelalterlicher Baugeschichte über dem Tal des Riu Francolí und frei geht der Blick von hier aus über das weite offene Becken der Conca de Barberà. Ringsum wird auch heute noch Weinbau betrieben. Im Rücken der zahlreichen Konventgebäude, gen Süden hin, erheben sich die dicht bewaldeten Hänge der Muntanyas de Prades, einem der beliebtesten Wandergebiete der Provinz Tarragona. Hier hinauf führt Tour 4, doch zunächst soll auf zwei lohnende Abstecher verwiesen werden: Einmal zum kleinen Dörfchen Rojals mit vielen alten renovierten Häusern und zahlreichen Wandermöglichkeiten (Wanderroute 18) zum andere nach Vimbodi mit seinem Glasmuseum, einer Ermita Mare de Deu dels Torrents am Wegesrand und zwei kleineren Castells im Flußtal, eines davon ein Weingut.

Verzichtet man auf diesen Abstecher, führt der Weg vom Kloster aus auf der T-700 zunächst am Fuß der Serra entlang und dann in vielen Windungen, erst am linken, später am rechten Abhang des Barranc de Tillar aufsteigend, Richtung Prades und in die westlichen Gebiete des Gebirges. Kalksteinfelsen werden von Schieferformationen abgelöst und Steineichenwälder mit dichtem Unterholz bestimmen zunächst das Gelände. Später dann, je höher man steigt, tauchen zunehmend auch Kiefern auf, die schließlich, allein oder in Verbindung mit verschiedenen Laubbaumarten, Kastanien beispielsweise, die Vegetation der Höhenlagen der Muntanyes de Prades bestimmen.

Entscheidet man sich für diese Variante, kann man einen Abstecher nach Vilanova de Prades machen. Das Dorf liegt bereits im Priorat, im nordöstlichsten Zipfel der Provinz Tarragona und ist sehenswert wegen seiner schönen Lage am Fuß der Serra la Llena. Tour 4 jedoch führt nun zurück zur T-700 und man hat, nachdem man links abgebogen und nur wenige Kilometer gefahren ist und an ein paar Haltepunkten die beeindruckende Fernsicht genossen hat, kurz darauf Prades erreicht, inmitten eines weiten Hochtales auf 950 m Höhe gelegen. Es ist ein Zentrum für Wanderungen in die Muntanyes de Prades und sehenswert vor allem wegen des mittelalterlichen Gebäudeensembles, ganz aus rotem Sandstein. Einen halbstündigen Spaziergang kann man vom Städtchen aus zur Ermita Mare de Déu de l'Abellera machen, die malerisch unter einem Felsvorsprung liegt (Wanderroute 16).

Die Fahrt zur Küste sollte man nun auf dem Weg über La Febró antreten. Ein kurzer Abstecher in dieses kleine Dorf lohnt sich ebenfalls, ist es doch wie Prades und Capafonts ein beliebter Ausgangspunkt für Wanderungen (Wanderrouten 14 und 15). Kurz hinter La Febró empfiehlt sich ein Halt am Straßenrand: hier hat man einen fantastischen Blick über das tiefeingeschnittene Felsental des Riu Siurana (Wanderroute 14). Dann wieder ein lohnender Abstecher: 10 km sind es zum verlassenen und fast vollständig verfallenen Dorf Mussara an der Staße nach Vilaplana. Nur die Kirche überragt wie ein Symbol die überwucherten Häuser ringsum.

Hier fahren wir wieder zurück, falls wir unsere Fahrt nicht um einen 14 km langen Abstecher (einfach) bereichern wollen, der uns an L'Aiàvega vorbei zum Dörfchen Mont-ral und weiter nach Farena führt. Mont-ral ist Ausgangspunkt für schöne Wanderungen, und Farena lohnt einen Besuch wegen seiner schönen Lage.

Wieder auf der Landstraße hinter Mussara angekommen, sehen wir einen Wegweiser, der links nach Arbolí verweist und erleben nun auf einem schmalen Sträßchen die wohl spektakulärste Passage der gesamten Tour: Die Fahrt führt entlang der Abbruchkante des Gebirgsstocks und tief unten liegt spielzeugklein das weite, quirlige Becken von Reus, so fern aus dieser Perspektive und doch trennen uns nur 20 km Luftlinie.

Noch einmal ist ein kurzer lohnender Abstecher hinunter ins Dorf Arbolí möglich und dann hat man auch schon die Kreisstraße C-242/C-45 erreicht, fährt links hinunter nach Alforja und zur Küste.