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Band 1:
Costa Azahar und Maestrazgo
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Costa Daurada, Ebrodelta und katalonisches Küstengebirge
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Leseprobe: Wanderroute 12

Von Capafonts ins Felsental des Riu de l'Horta

Sie führt von Capafonts am Rande der Muntanyes de Prades in einen nahegelegenen, dicht bewaldeten Barranco, der, wie kaum ein anderer, eine Vielzahl von Natursehenswürdigkeiten bietet: Verschiedene Höhlen, mehrere Quellen und eine Vielzahl interessanter Felsformationen. Etwas über 300 Hm müssen überwunden werden. Die Wegbeschaffenheit: Den größten Teil der Wegstrecke legt man auf Pfaden und Forstwegen zurück, die ohne jegliche Schwierigkeiten zu bewältigen sind. Beim Abstieg jedoch ist in den gerölligen Rinnen der alten, schmalen und oft ausgewaschenen Wege Trittsicherheit erforderlich. Auch ein Minimum an Schwindelfreiheit braucht man, obwohl im Wegverlauf keine wirklich ausgesetzten Passagen vorkommen. Der Aufstieg erfolgt im Schatten, beim Abstieg bewegt man sich an einem Sonnenhang mit wechselnder Vegetationsdichte. Die Gesamtgehzeit: 3 Std. 30 min.

Les Tosces

Wir parken im Ort und gehen neben der Bar Daniel einen abschüssigen Weg hinab, der in gerader Linie bis hinunter zu Landstraße verläuft. Hier halten wir uns rechts und gelangen bald an einen Wegweiser, der auf die Quelle La Llœdriga verweist und einen Camino rural, einen landwirtschaftlichen Weg, der rechts abzweigt. Kurz darauf wieder ein Wegweiser und wieder der Hinweis auf die genannte Quelle und dann haben wir nach insgesamt 10 min einen im Unterholz mit duftendem Buchsbaum bewachsenen Steineichenwald erreicht, der rechts des Talgrundes den Hang bedeckt und uns von nun an, mehr oder weniger dicht, Schatten spenden wird.

Links im Tal dehnen sich Haselnußplantagen, dann sehen wir zunehmend aufgelassene Felder, je weiter wir uns vom Dorf entfernen, und schließlich turmartige Felsformationen am gegenüberliegenden Hang. Nach knapp 20 min taucht das erste Hinweisschild auf: Les Tosces. Ein Pfad führt hinunter. Smaragdgrün schimmert dort Wasser im Dunkel der Vegetation, natürliche Becken werden sichtbar, eins über dem anderen, dazwischen Kaskaden. So wie hier können wir noch öfter vom Hauptweg Abstecher nach links machen, bis wir schließlich nach 40 min die Font de la Llúdriga (Otterquelle) erreichen, wo kristallklar das Wasser aus dem Fels tritt.

Wir kehren um und steigen nach 5 min zunächst links, dann rechts den Abhang hinauf in Richtung Mussara. Anfangs geht es steil bergan, ehe der Pfad sich wieder nach Südosten wendet und nun allmählich ansteigt, teilweise tunnelartig zugewachsen und halb unter Buchsbaum, Steineichen und Kiefern verborgen. Einmal zweigt rechts ein Weg ab, wir gehen jedoch weiter Barranco-aufwärts, treten nach 60 min ans Licht und haben jetzt freien Blick auf die Felsformationen am gegenüberliegenden Hang. Wacholder wächst hier, Steinlinde, Erdbeerbaum, Thymian und Rosmarin.

1 Std. 15 min und erneut ein Hinweisschild: La Cova de les Gralles (etwa: Windharfenhöhle). 15 min sind es bis zur Höhle, einer mächtigen, muschelförmigen Halbkuppel, von deren höchstem Punkt durch einen Spalt ein Wasserrinnsal zu Boden fällt. Wieder zurück zum Hauptpfad, dem wir weiter in die Schlucht hinein folgen. 1 Std 50 min und der Pfad steigt nun, nachdem er eine Zeitlang in der Talsole verlief, wieder auf, verläuft über einen felsigen Grat und wendet sich schließlich erneut dem rechten Abhang zu. Jetzt wird die Vegetation immer spärlicher; gen Südosten, auf der Hochebene, von der wir jetzt nicht mehr weit entfernt sind, werden weitläufige Kiefern-Neupflanzungen sichtbar.

Nach 2 Std 35 min haben wir einen Fahrweg erreicht, auf dem wir nun, uns an zwei Kreuzungen immer links haltend, alle Taleinschnitte und Geländefalten umrundend, den Neueinstieg in den Baranco beginnen.

Der Pfad nimmt seinen Anfang neben einer Blechhütte, ist nun mit blau-roten Punkten gekennzeichnet und führt uns nach fünf Minuten zunächst zu der Cova de Grèvoll und der Font de Escudellete/ Peixera (beides mit Hinweisschildern) und schließlich auf langen hangparallelen Passagen entlang weiterer höhlenartiger Auswaschungen und über geröllige Steilstrecken zu Tal. Noch einmal passieren wir auf dieser Wanderung ein kleines Naturereignis, die Roca Foradada, ein Felsentor, ehe wir uns dann zügig (Vorsicht wegen der gerölligen Steilstrecken!) dem Barranco-Ausgang und dem Dorf nähern. Gleich hinter der Brücke im Tal zweigt rechts der alte gepflasterte Weg ab, der schnurgerade nach Capafonts hinaufführt. (3 Std. 30 min)


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